Eine Modenschau ist ein aufwendiges Spektakel
Modenschauen locken Stars und Medien an
Mehrmals im Jahr richtet sich die Aufmerksamkeit der Welt auf Metropolen wie Paris, Mailand und New York, wenn dort die Modenschauen der großen Designer stattfinden. Topmodels führen die neuen Kreationen von Haute Couture bis Prêt-à-Porter vor. Stars und Sternchen tummeln sich auf dem roten Teppich und im Publikum der Modenschauen, Journalisten und Papparazzi erwarten mit Spannung, wer sich mit wem sehen lässt und wer wieder einmal durch Skandale von sich Reden macht. Kurz: Jede Modenschau dreht sich nicht nur um die Präsentation der Kleidung, sondern auch um den Medienzirkus, der mit den Präsentationen einhergeht. Dabei passieren hinter den Kulissen eine Menge Dinge, die dem Zuschauer verborgen bleiben. Die Abwicklung einer Modenschau ist eine logistische Meisterleistung, die erst durch die perfekt abgestimmte Zusammenarbeit vieler Menschen gelingt.
Die aufwendige Planung einer Modenschau
Schon die Planung einer Modenschau bedeutet einen großen Aufwand: Die Suche nach einer Location, die zur Kollektion passt, kann Wochen dauern. Dann müssen die Kulissen geplant und gebaut werden. Spezialisten untermalen die Modenschau durch ein stimmiges Arrangement aus Licht und Musik. Auch der Garderobenbereich verlangt Aufmerksamkeit: Zahllose Kleiderständer sowie Schmink- und Frisiertische müssen untergebracht werden. Dort tummeln sich die Stylisten, welche die Models vor und während der Modenschau frisieren, schminken und ankleiden. Damit sich in der Hektik die vielen Leute nicht gegenseitig im Wege stehen, muss dieser Bereich großräumig angelegt werden. Profis kümmern sich darum, dass die Modenschau reibungslos abläuft. Das Publikum merkt schnell, wenn etwas schiefläuft: Manchmal werden Kleidungsstücke oder Schuhe vertauscht, oder die Zeit hat nicht ausgereicht, um den Ausschnitt durch Klebestreifen zu fixieren – jeder kennt Bilder von Mannequins, die während einer Modenschau unfreiwillig zu viel Haut zeigen.
Klebeband hat schon manche Modenschau gerettet
Hinter den Kulissen einer Modenschau geht es hektisch zu: Innerhalb weniger Minuten muss jedes Model neu eingekleidet und umgestylt werden. Manchmal passen die Kleider nicht ganz, sodass die Helfer in der Garderobe improvisieren müssen, um den Patzer zu vertuschen. Doppelseitiges Klebeband und Sicherheitsnadeln sind die heimlichen Retter von Modenschauen. Doch sie können nicht alles richten: Auf manchen Modenschauen stolpern die Models nicht, weil der Laufsteg so glatt oder die Absätze so hoch sind, sondern weil ihnen die Schuhe nicht passen. Wenn der Designer sich am Schluss der Show mit seinen Mannequins präsentiert, endet mit der Modenschau ein Spektakel, dessen Aufwand häufig unterschätzt wird. Zeit zum Durchatmen bleibt kaum – schon in wenigen Wochen findet die nächste Modenschau statt.
