Herren tragen eine Weste nicht nur zu feierlichen Anlässen

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Die Herren-Weste ist ein zeitloser Begleiter in der Modewelt
Die Weste für Herren prägt seit Mitte des 18. Jahrhunderts das Erscheinungsbild des Mannes. Schon damals definierte sich die Herrenweste als ärmellose Jacke, die bis zur Taille reicht. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Varianten der Herrenweste. Heutzutage sind Westen aus Leder, Jeans oder Baumwollstoff verbreitet und gegebenenfalls mit mehreren Taschen an der Vorderseite versehen. Wurden früher die Westentaschen zur Aufbewahrung einer Taschenuhr verwendet, bieten Sie dem Herren heute Platz für technische Gimmicks, wie Handy und MP3-Player, oder dienen lediglich als Dekoration. An der Weise, eine Herrenweste zu tragen, hat sich allerdings nichts geändert: Seit jeher ist die Weste eine Ergänzung zur leichten Oberbekleidung oder Bestandteil eines dreiteiligen Anzuges.

Wie ein übergewichtiger König das Tragen von Herren-Westen prägte
Bei der Herrenweste gilt: Der unterste Knopf muss stets geöffnet sein. Diese Tradition lässt sich angeblich auf Edward VII. zurückführen. Aufgrund seiner Körperfülle ließ der englische König den untersten Knopf seiner Weste geöffnet. Seine Untertanen taten es ihm gleich. Schließlich wollte man dem König keine Fettleibigkeit unterstellen, was in der damaligen Zeit einen durchaus den Kopf gekostet hätte. So etablierte sich diese Modekonvention und prägt bis heute das Erscheinungsbild von Herrenwesten. Ohnehin war dieses Kleidungsstück über lange Zeit fester Bestandteil der Männermode. Bis ins frühe 20. Jahrhundert galt ein Männeranzug erst mit einer Weste als komplett. In den letzten Jahrzehnten hat die Herrenweste als Bestandteil von Anzügen hingegen an Bedeutung verloren. Ein Großteil aktueller Herrenanzüge besteht nur noch auch Sakko und Hose.

Mit einer Herren-Weste ist jeder Typ von Mann gut gekleidet
Es bahnt sich ein Revival der Herrenweste an. Gerade bei jungen Leuten gilt es heute als schick, eine Weste zum Hemd oder – ganz leger – zu einem T-Shirt zu tragen. Diese Beobachtungen gelten allerdings nur für feine Herrenwesten. Modelle aus robustem Material zählen seit jeher zu beliebten Kleidungsstücken. Eine wohlig-warme Steppweste ist die ideale Oberbekleidung, wenn sich das Wetter mal wieder nicht zwischen warm und kalt entscheiden kann. Eine Herrenweste aus Wolle passt zu Karo-Hemd und Cordhose besonders gut. Eine Strickweste unterstreicht einen seriösen Stil ohne overdressed zu wirken. Und was wäre ein Rocker ohne seine Lederweste, die mit Aufnähern seiner Lieblingsbands verziert ist? Sie sehen also: Die Herrenweste ist beliebter als man im ersten Moment denken mag.

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